Wie gefährlich ist Wakeboarden wirklich

Wie gefährlich ist Wakeboarden wirklich?


Nach dem tragischen Wakeboard-Unfall am Wiener Wakeboardlift (einer 41-Jährigen Ärztin wurde beim Wakeboarden der rechte Unterarm abgetrennt) gehen die Emotionen hoch: Die einen können die Sperre des Lifts nicht nachvollziehen, die anderen verstehen nicht, warum man nach so einem schweren Unfall ans Weitermachen denkt. Wir möchten uns auf keine Seite stellen, aber trotzdem unseren Senf dazu abgeben.

Was passiert ist, ist tragisch – ein trauriges Einzelschicksal. Und natürlich muss genauestens untersucht werden, was zu diesem schrecklichen Unfall geführt hat. Man sollte einfach jedes Anzeichen für einen technischen Mangel zu 100 Prozent ausschließen können. Das sollte auch im Sinne der kompletten Wakeboard-Community sein – einfach, um mit wirklich gutem Gefühl weiterzumachen können. 

Auf eigene Gefahr…


Was wir aber gar nicht verstehen können, sind die Menschen, die JETZT ihre Chance auf irgendeine Entschädigung wittern und mit alten Verletzungsgeschichten daher kommen. Warum? Wozu? Was soll das? Jeder Sport und sogar die einfache Benützung eines Spielplatzes passiert „auf eigene Gefahr“. Dafür bedarf es eigentlich keiner Hinweis-Schilder – oder doch? Kleine Schrammen, Prellungen, blaue Flecken usw. gehören bei JEDEM Sport, vor allem bei Anfängern, einfach dazu. Ein abgetrennter Arm ist aber ein ganz anderes Kaliber.

Die einzige Person, die allerdings aufklären könnte, wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist die verletzte Sportlerin selbst. Sie konnte bisher aber nicht einvernommen werden. Daher sind alle Theorien in Foren und auch in zahlreichen Medien reine Spekulationen.

Plötzlich zahlreiche Mängel?


Laut MA 58 fielen bei einer unangemeldeten Überprüfung der Anlage jetzt „zahlreiche Unregelmäßigkeiten im Betrieb auf“. Laut Betreibern wird die Anlage allerdings jährlich überprüft und zugelassen. Wie können dann plötzlich zahlreiche Mängel auftreten?

Folgende Punkte sollen laut MA 58 nicht den Vorgaben entsprechen:
-    Zu viele Personen am Lift 
-    Statt zwei, nur ein Mitarbeiter auf der Startrampe
-    Der Lift wurde bei Stürzen nicht angehalten
-    Die Person am Bedienungsstand hatte keine Lizenz für die Benützung eines Rettungsboots.

Gut möglich, dass es diese Vorgaben gibt, aber hätte auch nur einer dieser Punkte diesen tragischen Unfall verhindern können? Der Lift wurde bei Stürzen nicht angehalten? Wie soll das funktionieren? Diese Vorgabe ist auf keinem Cable der Welt durchführbar. 

Wir freuen uns jedenfalls schon heute auf die nächste Runde am Wakeboardlift Wien.