Schrecklicher Wakeboard Unfall - Frau wird Arm abgetrennt

Schrecklicher Unfall am Wakeboard Lift Wien

Zu einem tragischen Unfall bei dem Wiener Wakeboardlift an der Neuen Donau in Wien-Donaustadt ist es 26. Juli 2015 gekommen. Einer 41 Jahre alten Frau wurde Sonntagmittag der Unterarm abgetrennt. Der genaue Hergang konnte am Montag noch nicht erfragt werden, da die Frau laut Polizeisprecher Thomas Keiblinger noch nicht einvernommen werden konnte. "Die Patientin befindet sich auf der Normalpflegestation", sagte AKH-Sprecherin Karin Fehringer.

Bei dem Unfall habe die 41-Jährige schwere Verletzungen erlitten, Lebensgefahr bestehe aber keine, sagte Fehringer der APA. Der Unfall passierte um 12.30 Uhr. Die 41-Jährige hatte sich mit dem Wasserlift über die Donau ziehen lassen, als ihr der Arm zwischen Ellbogen und Handgelenk abgetrennt wurde. Ob die Frau mitgeschleift wurde oder das Seil um den Arm gewickelt worden ist, war einige Tage später noch unklar. Zeugen wollen beobachtet haben, wie die Frau in der ersten Kurve zu Sturz gekommen sei, jedoch nicht wie der schreckliche Unfall und deren Folgen sich abgespielt haben sollen.

Ärzte konnten Arm nicht annähen


"Zwei Passanten zogen die Frau aus dem Wasser", schilderte Keiblinger. Sie leisteten gemeinsam mit dem Liftbetreiber und dem Liftwart Erste Hilfe. Polizisten und Feuerwehrmänner suchten dann im sechs Meter tiefen Wasser nach der Hand. Knapp zwei Stunden nach dem Unfall wurde diese von einem Feuerwehrtaucher gefunden. Die Hand wurde mittels Eis gekühlt und von der Funkstreifenbesatzung ins AKH gebracht. Die behandelnden Ärzte konnten den Unterarm aber nicht mehr annähen.

Weitere Informationen zum Unfallhergang erhofft sich die Polizei nun von der Einvernahme der Frau. Wann diese vernehmungsfähig sein wird, war am Montag noch unklar. Bereits befragt wurde der Liftbetreiber, doch er hatte den Unfall nicht beobachtet.

Verfahren gegen Liftbetreiber eingestellt

Ein knappes Jahr später wurde das Verfahren gegen den Liftbetreiber eingestellt. Im März 2016 wird bekannt, dass die Staatsanwaltschaft nicht weiter gegen den Betreiber ermittelt. Ein Gutachten hat ergeben, dass dem Betreiber keine Schuld zuzuschreiben sei. Es handelte sich bei dem tragischen Unfall um einen Fahrfehler. Das Seil habe sich aus bisher unbekannten Gründen um den Unterarm der Frau gewicket und die Hand abgerissen.